Die wirksamste Substanz zur Behandlung reaktiver als auch endogener Depressionen bzw. bipolarer Krankheiten stellt das Vitamin B3 in der Form des Nicotinamids/Niacinamids dar. Man dosiert einschleichend mit 2 x 250 mg pro Tag und erhöht über einige Tage auf 3 x 500 mg. Manche Depressionen erfordern eine Dosierung bis zu 3 x 1 g.

Die Behandlungsdauer erstreckt sich über einige Monate. Bei Stabilität reduziert man langsam um 250 mg pro Woche auf die Dosis, bei der sich der Patient wohl fühlt, meist 50 – 500 mg täglich. Die Therapie erfordert eine engmaschige und empathische psychologische Betreuung, die Mitarbeit des Patienten und Standhaftigkeit gegenüber der konventionellen Drehtürpsychiatrie, die Depressionen nur chronifiziert und nicht heilt.

Synthetische Antidepressiva sollten nur akut über wenige Tage eingesetzt werden, wenn ihr Einsatz unvermeidlich ist. Begleitkrankheiten müssen berücksichtigt werden.

An weiteren Substanzen können unter anderem zum Einsatz kommen: Vitamin B12 (500 – 1000 µg), Leinöl (1-3 EL), Omega-3-Fettsäuren, L-Theanin (200 mg), Alpha-Liponsäure (200 mg), 5-Hydroxytryptophan (50 … 200 mg je nach Serotoninspiegel).

Als limitierender Faktor einer umfassenden orthomolekularen Therapie erweist sich oft deren Finanzierbarkeit; ein Anachronismus angesichts einer stetig steigenden Inzidenz an Depressionen in unserer Gesellschaft und angesichts der Beobachtung, für wie viel Wirkungsloses die Krankenkassen unser Geld verschleudern.

Bemerkenswert hingegen, dass bei einer intakten zerebralen Biochemie keine Depressionen auftreten.

Unser Ziel ist es, das Wissen über die Orthomolekularmedizin zu verbreiten, die Forschung zu fördern und eine wesentliche Verbesserung der gesundheitlichen Situation in der Bundesrepublik zu erreichen.

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