Wie Studien aus den 50er-Jahren belegen handelt es sich bei der Arteriosklerose um eine rückbildungsfähige Ascorbin-Mangelkrankheit.

(Quelle: Willis GC: The Reversibility of Atherosclerosis. Canad. M. A. J., 1957; 77: 106-9. Willis GC, Light AW, Gow WS: serial Arteriography in Atherosclerosis in Human Beings. Canad MAJ, 1954; 71: 562).

Es bilden sich Ablagerungen an den Innenwänden der Arterien, sogenannte subintimale Atherome. Ursache sind Mikrorisse der Intima, die durch einen Mangel an Vitamin C entstehen. Als Reparaturmechanismus werden die Mikrorisse mit Cholesterin verschlossen. Dieser klebrige Stoff und die Wundheilungsvorgänge mit Inflammation und Zellproliferation führen zu Gefäßwandumbau, Elastizitätsverlust der Arterien und zur Entstehung der atherosklerotischen Plaques, welche mehr oder weniger fest (Calciumanteil), stabil oder instabil sein können. Instabile können sich lösen und als Thromben zur Embolie führen, stabile bei entsprechender Größenzunahme das Gefäßlumen obliterieren. Spasmen der Gefäßmuskeln können ein hochgradig stenosiertes Gefäß akut verschließen.

Die Folgen sind bekannt: Angina pectoris, Herzinfarkt, transitorische ischämische Attacken (TIA), Schlaganfall, koronare Herzkrankheit (KHK), Aortenaneurysma, periphere arterielle Verschlusskrankheit (PAVK), Zerebralsklerose.

Prävention

Vitamin C verhindert die Bildung arteriosklerotischer Plaques. Die Antwort auf die Frage der Dosierung ergibt sich aus den Studien unter Berücksichtigung der individuellen Situation. Mit täglich 4 Gramm Ascorbinsäure-Pulver p. o. (bei 70 kg Körpergewicht, verteilt auf zwei oder mehr Einzelgaben) tritt in der Regel keine Arteriosklerose auf, mit 100 mg schon, mit 500 mg auch, mit 1000 mg weniger. Angesichts der guten Verträglichkeit muss man sich nicht an der Mindestdosisgrenze zur Arterioskleroseverhütung bewegen, sondern darf diese großzügig überschreiten.

Therapie

Nach den Studien erreichte man mit einer Tagesdosis von 1,5 g nur bei einem Teil der Patienten eine Rückbildung von Plaques. Empirisch zeigte sich erst ab einer Tagesdosis von 4 Gramm eine komplette Plaquesrückbildung an der A. carotis bei Patienten ohne Begleiterkrankungen. Mit mindestens täglich 4 Gramm Ascorbinsäure-Pulver p. o., verteilt auf zwei oder mehr Einzelgaben, werden arteriosklerotische Plaques also aufgelöst. Sicherer wirksam ist eine höhere Dosierung bis hin zur Darm-Toleranz-Grenze, besonders bei Begleitkrankheiten wie Diabetes mellitus, Adipositas, arterieller Hypertonie, Metabolischem Syndrom und vielen anderen mehr.

Hinzu kommt unbedingt die Basisversorgung, um den Nachschub an Lysin und Kupfer zur Instandhaltung des Kollagens der Arterienwand sicherzustellen. Darüber hinaus kann im Einzelfall ein Mehr an Magnesium (Muskelrelaxation), Coenzym Q10, OPC (Entzündungskomponente) oder Lysin (1-2 g) erforderlich sein. Lysin und Prolin binden auch an Lipoproteine, so dass sich diese nicht mehr so leicht an Plaques anlagern können.

Der Cholesterinwert – sofern nicht exzessiv hoch – ist unmaßgeblich, auch wenn ein normaler Wert wünschenswerter wäre als ein erhöhter. Cholesterinsenker sind nutzlos und nebenwirkungsträchtig.

Ergänzend sinnvoll sind die konventionellen Therapievorschläge, die jedoch nicht zu einer Auflösung von Plaques führen, als da sind Rauchverzicht, Abnehmen, ballaststoffreiche und fettarme Ernährung, Alkoholverzicht und Sport.

Verlaufskontrollen

Viertel- oder halbjährliche sonographische Messungen der Intima-Media-Dicke der Aa. carotis dienen zur Kontrolle des Therapieerfolgs bzw. zur Dosisanpassung. Auch bei Älteren sollte sie sich innerhalb mehrerer Monate auf den Normalwert Zwanzigjähriger von 0,6 mm verschlanken.

Blutspiegelmessungen (Lipoprotein a (Lp(a), Homocystein, Omega-3-Fettsäuren-Index, Vitamin D3, Folsäure, Vitamin B12; ferner HbA1c, ADMA, Proinsulin, hs-CRP, 8-iso-PGF2α, oxLDL), Angiographie, Herzkatheteruntersuchung oder MRT bestätigen den Therapieerfolg und erlauben Dosisanpassung und Langzeitprognose.

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