Fette/Lipide dienen zur Energie- und Rohstoffzufuhr.

Die in den Lebensmitteln enthaltenen Fette bestehen vorwiegend aus gemischten Triglyceriden und werden gut resorbiert. Sie dienen zur Energiegewinnung und zur Rohstoffzufuhr in Form von mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Bis zu 35 % des Energiebedarfs (Säuglinge 45 %) können damit gedeckt werden. Sieben bis zehn Prozent des Energiebedarfs sollte mit mehrfach ungesättigten Fettsäuren gedeckt werden.

Trans-Fettsäuren, Bestandteil zahlreicher Fertigprodukte, erhöhen das LDL- und senken das HDL- Cholesterin und sollten nur weniger als 1 % der Nahrungsenergie liefern (Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr, DGE, 1. Auflage, 2. korrigierter Nachdruck, Umschau Braus, 2001, ISBN 3-8295- 7114-3). Tatsächlich werden sehr viel mehr Trans-Fettsäuren konsumiert. Sie erhöhen das Risiko für Herzerkrankungen besonders. Einen gewissen Schutz davor liefern ein- und mehrfach ungesättigte Fettsäuren, darunter Omega-3-Fettsäuren. Wir sollten also pflanzliche Öle den tierischen Fetten vorziehen.

Sechzig Gramm Fett (mit möglichst wenig Trans-Fettsäuren) pro Tag bei 70 Kilogramm (kg) Körpergewicht (KG) sind sicherlich akzeptabel. Wir dürfen auch nicht vergessen, damit genügend, und das bedeutet etliche Gramm (z. B. Linolsäure 6,5 g/Tag), lebenswichtige essentielle Fettsäuren aufzunehmen, die unser Körper nicht synthetisieren kann.

Fette Lipide Omega-3 LeinoelCholesterin ist ein lebenswichtiger Rohstoff für die Steroidsynthese. Niedrige Cholesterinspiegel korrelieren mit einem vermehrten Auftreten von Krebserkrankungen. Auch bei cholesterinarmer Ernährung bleiben durch die körpereigene Cholesterinproduktion die Blutspiegel nahezu unverändert.

Wie seit Jahren bekannt, ist nicht Cholesterin, sondern Ascorbinmangel Ursache der Arteriosklerose (Alberts B, Johnson A, Lewis J, Raff M, Roberts K, Walter P. Molekularbiologie der Zelle, 4. A., Wiley-Vch, Weinheim, 2004).

Synthetische Cholesterinsenker senken zwar das Cholesterin, nicht aber die Herzinfarktrate. Mikrorisse der inneren Arterienwandauskleidung, die durch eine unzureichende Versorgung mit Vitamin C und dadurch bedingten Fehlern in der Kollagensynthese einhergehen, entstehen in Kombination mit dem höheren Blutdruck im arteriellen Schenkel und werden mit LDL, Cholesterin und besonders Lipoprotein(a) verklebt und damit repariert. Bei anhaltendem Ascorbinmangel und ungebremster Lipidanlagerung entstehen die Plaques. Unter ausreichend Ascorbin (und Lysin, Prolin, Vitamin E, ß-Karotin, Selen und Kupfer) bilden sich die Plaques zurück (Willis GC, Light AW, Gow WS. Serial arteriography in atherosclerosis. CMAJ 1954;71:562-8).

Omega-3-Fettsäuren, Alpha-Linolensäure, Leinöl ▒

Den Omega-3-Fettsäuren, wichtigen Zellmembranbestandteilen, wird ein günstiger Einfluß zugesprochen. Dodecahexaensäure (DHA, A für engl. Acid) ist in Lachs und Hering reichlich, aber auch in anderen Fischen enthalten. Eine gute Quelle für Alpha-Linolensäure, aus der DHA und EPA synthetisiert werden können, ist Leinöl (1-3 Esslöffel täglich).

(in Bearbeitung)