Willkommen bei DGOM e.V.

DGOM e. V.
Deutsche Gesellschaft für Orthomolekular-Medizin

Herzlich Willkommen! Auf unserer Webseite möchten wir Aufschluß zu den verschiedensten Themengebieten geben. Informieren Sie sich eingehend und direkt bei Deutschlands führender Gesellschaft für Orthomolekularmedizin.

Mitgliedschaft

Sie möchten unsere Gesundheit aktiv unterstützen und von allen Vorteilen einer Mitgliedschaft profitieren? Hier erfahren Sie mehr darüber.

Login        Mitgliedschaftsantrag

 

 

Ob zwischen der Einnahme eines höher dosierten Calcium-, Magnesium- oder Eisenpräparates jeweils 1 Stunde Abstand sein sollte, wird mittlerweile umstritten. Offensichtlich ist die Absorption/Resorption aus dem Darm bei gleichzeitiger Einnahme, wie sie auch in natürlichen Lebensmitteln gegeben ist, zumindest für Calcium und Magnesium durchaus ausreichend, da es sich um unterschiedliche Transportsysteme handelt. Selbst bei (zu hohen) Dosen von über 2 g Calcium werden nur wenige Prozent Magnesium nicht resorbiert (Berthelot A: Magnesium, ein wichtiger Nährstoff. Schweizer med Forum, 2003; 27: 638-640).

 

Calcium  ▒  ↔   

D: -4: 600mg, 4+: 700-900mg, 10+: 1200mg, 15+: 1 g, maximal 2 g, Sch: 1,8g

Der Calciumstoffwechsel ist so komplex wie der der anderen Elektrolyte. Aus dem Blutspiegel, der ziemlich konstant gehalten wird, kann nicht unbedingt auf den Bedarf geschlossen werden. Lediglich hohe Blutspiegel bei Knochenmetastasen oder endokrinologischen Erkrankungen sind diagnostisch verwertbar. Bei zu niedrigen Blutspiegeln können Muskelkrämpfe auftreten. Der Tagesbedarf eines normalgewichtigen Erwachsenen liegt bei 0,8 g. Wird er durch die Nahrungsmittel nicht gedeckt, sollte substituiert werden. Calciumreich sind bestimmte Mineralwässer (kleingedrucktes Etikett mit der Zusammensetzung lesen), Käse und Milch.

Calcium ist das mit Abstand am meisten vorkommende Mineral im Körper. Als Hydroxylapatit formt es Skelett und Zähne. Geringere Calciummengen dienen als Cofaktor vieler enzymatischer Reaktionen, stabilisieren die Zellmembranen und regeln die Erregungsleitung in Muskeln und Nerven, die Drüsensekretion und die Neurotransmitterfreisetzung.

Calcium ist (zusammen mit den Vitaminen D und K2) für die Knochendichte und zur Vermeidung einer Osteoporose von Bedeutung. In der Schwangerschaft verdoppelt sich der Bedarf. Der Fet braucht 40 Gramm. Wird dafür die Zufuhr nicht erhöht, stammt das kindliche Calcium aus den Knochen der Schwangeren. Unter einer Calciumsubstitution wurden weniger Fälle von Präeklampsie beobachtet. Calcium hat generell eine blutdrucksenkende Wirkung.

Der therapeutische Langzeiteinsatz von Glucocorticoiden kann zu einer Osteoporose führen, wenn nicht ausreichend substituiert wird. Calcium hilft bei Allergien (Pollinose, Insektenstiche, Sonnenallergie), indem es wohl die Zellmembranen der Mastzellen stabilisiert und damit die Histaminfreisetzung vermindert.

 

Chlor ▒ ↔
Hier gilt das gleiche wie für Natrium.


Kalium ↑

D: -4: 0,4-1,0g, 4+: 1,4-1,6g, 10+: 1,7-1,9g, 15+: 2 g, Laxantienverwendung, Sport, Diuretika, Erbrechen, Verbrennungen, Magnesiummangel: -4g

Der Kaliumbedarf kann meist über eine gesunde Ernährung gewährleistet werden. Es ist das kritischste Salz hinsichtlich der Herzaktion und eines normalen Herzrhythmus. Chronischer Gebrauch von Abführmitteln kann zu vermehrten Kaliumverlusten führen, wohingegen bestimmte Blutdruckmittel eine Erhöhung des Kaliumblutspiegels bewirken können. Kalium selbst hat eine blutdrucksenkende Wirkung. Hypokaliämie (und Hypomagnesiämie) bewirken Extrasystolen und Herzrhytmusstörungen. Kalium liegt zu 98 % intrazellulär vor.

 

Magnesium ░ ↓

D: -4: 80mg, 4+: 120-170mg, 10+: 250mg, 15+: 350-400 mg, Sport, Schwangerschaft -600 mg

Magnesium findet sich vorwiegend in Gemüse, Hafer und Mineralwasser. Die ausreichende Zufuhr dieses Minerals ist seit Jahren durch die normale Ernährung nicht mehr gewährleistet (ausgelaugte Böden, Kalidünger). Magnesiummangel ist sehr weit verbreitet. Mehr als die Hälfte der Mädchen und jungen Frauen sind davon betroffen (Kohlmeier M et al.: Versorgung Erwachsener mit Mineralstoffen und Spurenelementen in der Bundesrepublik Deutschland. In: Kübler W, Andersen HJ, Heeschen W (Hrsg.): Vera-Schriftenreihe Band V, Wissenschaftlicher Fachverlag Dr. Fleck, Niederkleen, 1995).

Mangelsymptome zeigen sich in einer Nervenübererregbarkeit und äußern sich durch Muskelfaszikulationen (Lidzucken),  Wadenkrämpfe, Obstipationsneigung, Unterleibsschmerzen oder in Schwangerschaften in der Neigung zu vorzeitigen Wehen. Wie alle Salze wird Magnesium auch über den Schweiß ausgeschieden. Es hat eine Darmtoleranzgrenze, die bei 350mg und mehr liegt, ab der es abführend wirkt.

Der Blutspiegel wird sehr konstant gehalten und kann über die Symptome hinaus nur diagnostisch herangezogen werden, wenn er außerhalb der Norm läge, was schon sehr kritisch wäre. Magnesium liegt zu 95 % intrazellulär vor, über die Hälfte im Knochen und die andere Hälfte in Erythrozyten, in der Leber und in den Muskeln. Magnesium ist für alle ATP-abhängigen Stoffwechselvorgänge und für hunderte Enzymreaktionen erforderlich, ist Cofaktor der Natrium-Kalium-Pumpe und der Erregungsleitung. Magnesiummangel führt zu intrazellulärem Kaliummangel und Natrium- und Calciumüberschuss. Magnesium wirkt muskelrelaxierend, blutdrucksenkend und antiarrhytmisch.

Eine individuelle, symptom- und ernährungsorientierte Nahrungsergänzung zwischen 80 und 600 mg pro Tag ist meist angebracht, z. B. nach dem Sport, unter Stress oder bei nächtlichen Wadenkrämpfen. Beim CFS wurde häufig ein intrazellulärer Magnesiummangel beobachtet. Kontinuierliche tägliche Dosen zwischen 200 und 360 mg sind beim PMS angebracht. Wird Magnesium (120mg) in der Schwangerschaft genommen, beobachtet man weniger Frühgeburten, untergewichtige Neugeborene, Wachstumsretardierungen und Präeklampsien.

Magnesium senkt den Blutzuckerspiegel und erhöht das HDL. Pro 100 mg Magnesium sinkt das Diabetesrisiko um 15 % (Dong JY et al.: Magnesium intake and risk of type 2 diabetes: meta-analysis of prospective cohort studies. Diabetes Care, 2011; 34(9) :2116-22).

Magnesium verbessert die Herz- und Endothelfunktion und verringert Herzrhytmusstörungen.  Tagesdosen über 500mg senken den Blutdruck. Mit täglich 600mg Magnesium über mehrere Wochen wurde eine Schmerzreduktion bei 2 von 3 Migränepatienten erreicht (Peikert A et al.: Prophylaxis of migraine with oral magnesium: results from a prospective, multi-center, placebocontrolled and double-blind randomized study. Cephalalgia, 1996; 16: 257–263).

 

Natrium ▒ ↔

D: 15+: 550 mg, bei starker körperlicher Betätigung: -1500 mg

Der Bedarf wird über die normale Nahrungsaufnahme gedeckt. Im Gegenteil ist eher darauf zu achten, dass nicht zu viel Kochsalz aufgenommen wird. Bei einer zu geringen Flüssigkeitsaufnahme steigt der Natriumblutspiegel. Natriumbicarbonat verwendet man zur Entsäuerung.

 

Phosphor  ▒   ↔ 

D: -4: 120-500mg, 4+: 500-800mg, 10+: 1200mg, 15+: 700 mg, bei intensiver körperlicher Betätigung -2500 mg, Sch: 900mg, St: 900mg.

Phosphor ist zur Energiegewinnung, für den Knochenaufbau und für die Zähne erforderlich. Er kommt in Milch und Vollkornprodukten vor. Der Bedarf kann durch die Nahrung gedeckt werden. Im Allgemeinen nehmen wir mit der Nahrung zu viel davon auf.

  • Aktuelles +

    Im Menü Wissenswertes - Kompendium finden sich im Kapitel Lebensnotwendige Moleküle reichlich Informationen über Mikronährstoffe und ihren Einsatz. Die Kapitel Orthomolekulare Mehr erfahren
  • DGOM-Diplom in Orthomolekularmedizin +

    Im Menü Mitgliederbereich befindet sich, nur für Eingeloggte sichtbar, das Untermenü DGOM-Diplom in Orthomolekularmedizin, welches allen Mitgliedern zur Verfügung steht. Mehr erfahren
  • Abonnement OM & Ernährung +

    Mitglieder der DGOM erhalten ab sofort auf ein Abonnement der vierteljährlich erscheinenden Zeitschrift OM & Ernährung 20 % Rabatt. Mehr erfahren
  • 1